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Verlässliche Filmförderung jetzt sichern: gemeinsame Erklärung von 48 Verbänden

| Magazin

Liebe Mitglieder,

die deutsche Filmwirtschaft steht vor einer ernsten Bewährungsprobe. Die Bundesregierung hat eine Reform der wirtschaftlichen Filmförderung angekündigt, doch zentrale Elemente sind bislang nicht umgesetzt. Gleichzeitig sind die für 2026 vorgesehenen Bundesmittel für die Filmförderung bereits nahezu ausgeschöpft; für 2027 ist sogar eine Kürzung vorgesehen.

Besonders besorgniserregend sind die aktuellen Nachjustierungen bei der Antragstellung für 2026. Die angekündigte Reduzierung der Fördervergabe bei DFFF und GMPF und die mögliche vollständige Ausschöpfung der Mittel gefährden die dringend notwendige Planbarkeit und Verlässlichkeit für Produktionen und Filmschaffende.

Diese Situation betrifft auch uns im Filmschnitt unmittelbar. Filmproduktionen lassen sich nicht beliebig verschieben. Wenn Projekte verschoben, verkleinert oder gar nicht realisiert werden, hat das Folgen für Beschäftigung, Honorare und die gesamte Infrastruktur unseres Berufsstandes.

Gemeinsam mit den maßgeblichen Verbänden der deutschen Filmwirtschaft fordern wir deshalb von der Politik:

  • Die geplante Kürzung der Filmförderung des Bundes für 2027 muss vollständig zurückgenommen werden. 
  • Die zugesagten 250 Millionen Euro müssen auch 2027 – sowie in den Folgejahren – in voller Höhe für die Bundesförderung im Bereich Kinofilm, TV/ VoD sowie Produktionsdienstleister zur Verfügung stehen. Dabei muss sichergestellt sein, dass die getrennt zugewiesenen Haushaltsansätze für die jeweiligen Förderlinien bewahrt bleiben und nicht jederzeit nach Bedarf verschoben werden können.
  • verlässliche und transparente Förderbedingungen

Wir haben jetzt unsere Vorschläge vorgelegt, jetzt ist die Politik gefordert, zu handeln und Vertrauen in den Filmstandort Deutschland zurückzugewinnen.

Wir werden uns auch weiterhin aktiv in die Prozesse einbringen und dafür sorgen, dass die Interessen der Filmeditorinnen und Filmeditoren in dieser Debatte gehört werden. Das gemeinsame Ziel ist klar: wir brauchen eine langfristige Perspektive für den Medienstandort Deutschland.

Die Erklärung findet ihr im Anhang.

Euer BFS